Was der Oberfläche schadet

Die meisten stumpfen Wannen sind nicht alt, sondern falsch geputzt. Scheuermilch und aggressive Reinigungsmittel tragen die Oberfläche Schicht für Schicht ab. Anfangs sieht man davon nichts. Später wird die Fläche rau, und auf rauen Flächen halten sich Kalk und Schmutz umso besser – also wird noch kräftiger geschrubbt.

  • Tabu: Scheuermilch, Scheuerpulver, Stahlwolle, harte Bürsten und die raue Seite des Schwamms
  • Vorsicht bei Mineralguss: Hier können selbst Mikrofasertücher feine Kratzer hinterlassen
  • Nicht einwirken lassen: Reiniger über Nacht in der Wanne stehen zu lassen, hilft dem Kalk nicht mehr als wenige Minuten – der Oberfläche schadet es

Die tägliche Pflege: zwei Minuten reichen

  1. Nach dem Baden oder Duschen Seifen- und Shampooreste mit klarem Wasser abspülen.
  2. Die Wanne mit einem weichen Tuch trockenwischen. Wo kein Wasser stehen bleibt, setzt sich kein Kalk ab.
  3. Einmal in der Woche mit einem milden Badreiniger und einem weichen Schwamm reinigen, gründlich nachspülen.

Das gilt für Emaille ebenso wie für Acryl. Der Unterschied: Emaille verzeiht mehr, Acryl verkratzt schneller.

Kalk entfernen, ohne die Wanne anzugreifen

Mischen Sie Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 und tragen Sie die Mischung auf die verkalkten Stellen auf. Lassen Sie sie ein paar Minuten einwirken und nehmen Sie den Kalk dann mit einem weichen Tuch oder einer weichen Bürste ab. Danach gründlich mit klarem Wasser nachspülen.

Sitzt der Kalk fest, wiederholen Sie den Vorgang lieber, statt länger einwirken zu lassen oder fester zu reiben.

Stumpfe Badewanne wieder glänzend bekommen

Ein bewährtes Hausmittel ist eine Paste aus gleichen Teilen Backpulver und mildem Spülmittel. Tragen Sie sie auf, reinigen Sie die Fläche vorsichtig mit einem weichen Schwamm und spülen Sie gründlich nach.

Acrylwannen lassen sich außerdem polieren; dabei verschwinden feine Unebenheiten, und der Glanz kommt zurück. Bei Emaille hilft Polieren nicht: Ist die Glasschicht einmal aufgeraut, bleibt sie es.

Emaille, Acryl, Mineralguss: Was verträgt welches Material?

Material Eigenschaften So reinigen Das vermeiden
Stahl-Emaille harte, glasartige Oberfläche; unempfindlich gegen Hitze, empfindlich gegen Schläge milder Badreiniger, weicher Schwamm, klar nachspülen Scheuermittel, Stahlwolle, Reiniger lange einwirken lassen
Acryl warm und leicht, aber weich – verkratzt schneller milder Reiniger, weiches Tuch; feine Kratzer lassen sich polieren alles Scheuernde, harte Bürsten
Mineralguss matte oder seidige Oberfläche milder Reiniger, weiches Tuch aggressive Reiniger, Scheuermilch und Mikrofasertücher

Grundreinigung Schritt für Schritt

  1. Ausräumen: Flaschen, Ablagen und Badematte aus der Wanne nehmen.
  2. Vorspülen: Haare und lose Verschmutzungen mit der Brause wegspülen, das Abflusssieb leeren.
  3. Reinigen: Milden Badreiniger auftragen und mit einem weichen Schwamm verteilen – auch unter dem Wannenrand und rund um die Armatur.
  4. Kalkstellen behandeln: mit der Essig-Wasser-Mischung, nur wenige Minuten.
  5. Nachspülen: gründlich mit klarem Wasser, damit kein Reiniger auf der Fläche bleibt.
  6. Trocknen: mit einem weichen Tuch abwischen. Anschließend lüften, damit auch die Fugen trocknen.

Flecken und Verfärbungen

Rostringe auf dem Wannenrand stammen fast immer von Metalldosen – Rasierschaum, Haarspray –, deren Boden im Feuchten rostet. Stellen Sie solche Dosen nicht auf die Wanne, dann entstehen die Ringe gar nicht erst.

Haarfärbemittel und farbige Badezusätze sollten Sie sofort abspülen. Auf einer glatten, intakten Oberfläche haften sie kaum. Auf einer aufgerauten setzen sie sich fest – ein weiterer Grund, auf Scheuermittel zu verzichten.

Unter der Badematte bleibt es lange feucht. Hängen Sie die Matte nach dem Baden zum Trocknen auf, statt sie in der Wanne liegen zu lassen.

Fugen, Silikon und Schimmel

Schimmel an der Silikonfuge ist selten ein Putzproblem, sondern ein Feuchtigkeitsproblem. Wer die Wanne nach dem Baden trockenwischt und das Bad regelmäßig lüftet, nimmt ihm die Grundlage. Ist die Fuge bereits durchgehend schwarz oder löst sie sich vom Wannenrand, sollte sie erneuert werden. Wie das geht, lesen Sie im Ratgeber Fliesenfugen erneuern im Bad.

Abfluss frei halten, ohne die Wanne zu beschädigen

Ein Haarsieb im Abfluss erspart die meisten Verstopfungen. Chemische Rohrreiniger gehören zu den aggressivsten Mitteln im Haushalt: Wenn Sie sie verwenden, dann direkt in den Abfluss, und Spritzer auf der Wannenoberfläche sofort mit viel Wasser abspülen.

Duschwanne mit Antirutschbeschichtung reinigen

Eine Antirutschbeschichtung wird gereinigt wie die Wanne selbst: mit einem herkömmlichen Badreiniger und einem weichen Schwamm. Wichtig ist das Abspülen nach dem Duschen. Bleibt ein Film aus Duschgel und Shampoo stehen, wird auch eine griffige Fläche wieder glatter.

Wenn Putzen nicht mehr hilft

Bleibt die Wanne nach dem Reinigen rau, matt oder gelblich, liegt es nicht mehr am Schmutz, sondern an der Oberfläche. Dann hilft kein Reiniger mehr. Welche Möglichkeiten es gibt, lesen Sie hier: Badewanne reparieren, beschichten oder austauschen?

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